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Frau Bovary

Von:
User: silviya
Frau Bovary

Es War Arbeitsstunde. Da Trat Der Rektor Ein, Ihm Zur Seite Ein
»Neuer«, In GewöHnlichem Anzuge. Der Pedell Hinter Den Beiden,
SchulstubengeräT In den HäNden. Alle SchüLer Erhoben Sich Von
Ihren PläTzen, Wobei Man So Tat, Als Sei Man Aus Seinen Studien
Aufgescheucht Worden. Wer Eingenickt War, Fuhr Mit Auf.

Der Rektor Winkte Ab. Man Setzte Sich Wieder Hin. Darauf Wandte Er
Sich Zu Dem Die Aufsicht FüHrenden Lehrer.

»Herr Roger!« Lispelte Er. »Diesen Neuen ZöGling Hier Empfehle Ich
Ihnen Besonders. Er Kommt ZunäChst In die Quinta. Bei LöBlichem
Fleiß Und Betragen Wird Er Aber In die Quarta Versetzt, In die Er
Seinem Alter Nach GehöRt.«

Der Neuling Blieb In dem Winkel Hinter Der TüRe Stehen. Man Konnte
Ihn Nicht Ordentlich Sehen, Aber Offenbar War Er Ein Bauernjunge,
So UngefäHr FüNfzehn Jahre Alt Und GrößEr Als Alle Andern. Die
Haare Trug Er Mit Simpelfransen In die Stirn Hinein, Wie Ein
Dorfschulmeister. Sonst Sah Er Gar Nicht Dumm Aus, Nur War Er
HöChst Verlegen. So SchmäChtig Er War, Beengte Ihn Sein GrüNer
Tuchrock Mit Schwarzen KnöPfen Doch Sichtlich, Und Durch Den
Schlitz In den ÄRmelaufschläGen Schimmerten Rote Handgelenke
Hervor, Die Zweifellos Die Freie Luft GewöHnt Waren. Er Hatte
Gelbbraune, Durch Die TräGer üBermäßIg Hochgezogene Hosen An Und
Blaue StrüMpfe. Seine Stiefel Waren Derb, Schlecht Gewichst Und
Mit NäGeln Beschlagen.

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