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"...und dann segelst du einfach davon."

Teil 3 Kindheitsträume Von:
User: Enya K.
"...und dann segelst du einfach davon."
Nach der Begegnung mit meinem Vater begann ich Tante Marie zu löchern. Ich gab keine Ruhe, bis sie bereit war, mir zu erzählen, was sie aus der Kindheit noch erinnerte. Und mit der Kindheit meines Vaters wollte ich anfangen, denn darüber wusste ich fast nichts. Auch meine Mutter konnte mir nichts Genaues erzählen.


Dieses Buch ist Teil der Reihe "Wurzeln"
Alle Bücher dieser Reihe:
"...und dann segelst du einfach davon"
Teil 8 Ein neuer Anfang?
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon."
Teil 7 Ein Licht, das leuchtet?
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon."
Teil 6 Die Flucht
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon."
Teil 5 Zwischen Verharren und Aufbruch
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon."
Teil 4 Deine Nähe...so fern
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon."
Teil 3 Kindheitsträume
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon."
Teil 2 Begegnung
Kostenlos
„...und dann segelst du einfach davon.“
Teil 1 Chaos der Gefühle
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon"
Teil 9 Liebe,die Sünde ist
Kostenlos
"...und dann segelst du einfach davon"
Teil 10 Hydra der Sucht
Kostenlos
Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
Gelöschter User

Liebe Enya, im Moment bin ich sehr wütend. Denn ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es auf dem Hof zuging. Auch die Schläge und Verbote. Alles wird im Keim erstickt. Kinder Küche Kirche für die Frau. Ich frage mich wie der Großvater aufwuchs.. Die Mutter traute sich nichts sagen. Bis es sich auf den Körper übertrug, die Hilflosigkeit und das wahrscheinlich von zu Hause aus gelernte Gehorchen. Dieser Quatsch mit der... mehr anzeigen

2 Kommentare
Enya K.

Ach Michi, das sind so nette Worte. Ich schreibe halt einfach. Oder besser: Habe geschrieben.

Ja, schlimm war das früher. Ich habe den Großvater noch kennengelernt. Das mit der Sünde hat er nie aufgegeben.

Danke dir sehr.
Enya

Gelöschter User

Gut, dass er mich nicht als Tochter hatte. Ich glaube, nach einer Weile hätte ich ihm alles um die Ohren geschlagen und nur noch Tag und Nacht gebrüllt. Aber sicher ist es den Kindern schon mit dem Kinderbrei eingeflößt worden. Alles Liebe Dir und Danke nochmal!!

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critikus

Nun wurde auch deutlich, worin das Versagen deines Vaters lag. Durch die aus Religiosität angeblich gerechtfertigte Strenge und die irrsinnigen Verbote konnte er sich nicht zu einem selbstbewussten Mann entwickeln. Du hast das sehr geschickt eingefädelt, indem du dich in diesem 3. Kapitel mit der Kindheit deines Vaters befasstest und dadurch sein verkorkstes Leben zu erklären versuchst. Du bist eine großartige Erzählerin.
LG Claus

1 Kommentar
Enya K.

Es wird noch viel von der Kindheit und Jugend meines Vaters die Rede sein - für mich war es eine Annäherung, ein zögerndes Verstehen, wenngleich auch noch nicht Verständnis. Auch vom Krieg wird die Rede sein (hier erinnere ich mich gerade an deinen Bio-Beitrag) und das war für... mehr anzeigen

Wichtiger Beitrag
Gelöschter User

Ein meisterhaft geschriebenes Lehrstück über die Ahnen. Es ist fast grausam gewesen, wie Talent und Kindsein unterdrückt wurden. Bis der Lehrer kam. --So, wird es ein noch schwereres Stück Arbeit sein, die Kindheit des Großvaters unter die Lupe zu nehmen. Alles ist das, was sie gelehrt bekamen und damals wohl von allen als richtig erachtet wurde. Das ist sicher ein schwerer Weg, aber einer, der sich lohnt, um sich selbst... mehr anzeigen

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eiskristall

Diese Geschichte hat mich tief getroffen.
Was hat der kleine Jo für eine Kindheit gehabt? Man kann sagen er hat eigentlich ga keine gehabt. Und das hat ihn geprägt.
Die Vorsstellung, wie der Vater seine kranke Mutter schlug, finde ich grauenhaft.
Du schreibst alles so anschaulich, als wäre man dabei.
Herzlichst,
Christa

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anarosa

hat mich sehr aufgewühlt und nachdenklich gemacht. Unwillkürlich kamen mir meine eigenen Erinnerungen hoch. Seltsam, aber ich fühle mich ein wenig seelenverwandt mit Jo. Vieles spielte sich in meinem Elternhaus sehr ähnlich ab, nur dass ich nie Prügel bezogen hatte. Aber die Bibelsprüche, Beten, Verbote, unerfüllte Wünsche - das kenne ich nur zu gut.
Liebe Enya, es ist schön, dass Du doch noch in die Welt Deines Vaters... mehr anzeigen

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hammerin

Nach dem dritten Teil, lichtet sich das Ganze ein wenig. Es kommt Verständnis auf für den Vater, der
so traumatiert war und sich als Erwachesenr seine Vorstellung vom Leben erfüllen wollte.Beim lesen kommt verständnis für das Verhalten des Vaters auf.
Vielleicht geprägt durch seine Kindhdeit, war er gar nicht fähig eine Beziehung aufzubauen, deshalb vielleicht die Flucht vor der Verantwortung.
Du hast das wieder sehr einfühlsam... mehr anzeigen

Wichtiger Beitrag
ceciliatroncho

in das Leben des Vaters eintauchen, Verständnis und Gemeinsames finden - welche Gnade! Die traurige Zeit der Suche nach dem Vater führt die Tochter jetzt, als Erwachsene, in einen noch nicht so wohlgepflegten Garten, in dem sie dem Kind begegnet, das der Vater einst war.
Enya hat mit ihrer wundervollen Gabe der Erzählung ihren Vater auferstehen lassen; er steht - ein Kind, an dem "gesündigt" wurde durch den... mehr anzeigen

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traumwanderer

schon geschrieben, dass ich mir nicht vorschnell ein Urteil über ihn bilden will. Und dieses Kapitel hat mich darin bestärkt. Vieles lichtet sich.

LG Ute

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Rebekka Weber

aufbereitest, nacherzählst und deine eigenen Gedankengänge einfließen lässt!
Zum Glück wird heute in Familien nicht mehr geschlagen, diese grausamen Zeiten sind wohl (bis auf Ausnahmen) vorbei.
Freue mich auf die Fortsetzung.
LG von Rebekka

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