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Apfelstrudel

Von:
User: dexillo
Apfelstrudel
Frank Vilsberg kaut den Bogen des Hs, als sich alle Augen auf Robert richten, bisher nur anwesend, mit der öffentlichen Frage seiner Mutter, nun im ängstlich erwarteten Mittelpunkt.




Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
garlin

Mit knappem, auf's Wesentliche konzentriertem Stil wird hier ein scheinbar normaler Familiennachmittag beschrieben. Aber es sitzen unsichtbare Geister mit am Tisch: Wut, Verzweiflung, Angst, Not, Abhängigkeit und Desinteresse. Alles kumuliert im Kopf des Protagonisten und wird zur Katastrophe führen, wie der letzte Satz andeutet.
Starker Text!

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sissi136

Apfelstrudel.... fast emotionslos läßt der Protagonist den Familiennachmittag an sich vorüberziehen. Eindrucksvoll und bildhaft beschreibt die Autorin dem Leser die Ausweglosigkeit des Protagonisten, der, am Leben gescheitert, Revue passieren lässt und sich am Ende seinem Schicksal hingibt.
Ein klasse Text.

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June F. Duncan

Ein Text, der mich nachdenklich zurücklässt.
Schöne außergewöhnliche und doch so profane Sicht der Dinge.

Wichtiger Beitrag
flojoe

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Knapp und präzise auf den Punkt gebrachter, unangenehmer Routinebesuch bei der Familie, der obwohl wohl schon oft erlebt, dennoch immer wieder für die Seele des Protagonisten so manchen Horror bereit hält. Gerne gelesen. Ich mag Drama, das schlicht geschrieben und ohne Tränendrüse abgesondert ist.

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philhumor

Apfelstrudel - der Strudelteig und sein Kollege das Fladenbrot haben einen langen Geschichts-Weg zurückgelegt von Arabien über Ägypten, Konstantinopel bis Wien: Die Speise diente als Marschverpflegung, da sie lange haltbar ist - meint Wikipedia.

Braucht Robert Marschverpflegung? Ihm scheint der Apfelstrudel gar nicht zu bekommen. Vielleicht ein Symbol für alles das, was er in all den Jahren schlucken musste an Vorwürfen,... mehr anzeigen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Strudel.jpg http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Strudel.jpg
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lothar.gunter

Hier schießt sich eine ganze Gemeinschaft, die Familie zudem, auf einen einzigen ein. Einen Verlierer, überdies homosexuell, weder vom Erfolg noch von nichts gekrönt. Jedes mal bei diesen Zusammenkünften mag er hoffen, dass es anders verläuft, glimpflicher zumindest als das letzte Mal. Doch es kommt wie es kommen muss. Schrieb nicht jemand, die Hölle seien die anderen?
Ein beeindruckender Stil, der das Thema trifft – mitten ins Herz.
LG
Lothar

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Sissi Kaiserlos

Ich könnte hier viel reininterpretieren, aber das haben schon andere vor mir. Was bleibt, ist ein schales Gefühl. Das ist sicher so gewollt, hoffe ich doch jedenfalls.
Will ich den Apfelstrudel des Titels irgendwie mit dem Text in Verbindung bringen, bliebe mir höchstens das Obst, das, ach so vergänglich, im Sommer reift, um dann im Herbst am Boden zu vergammeln. Oder - profaner - einfach der Kuchen, der die Familie vereint -... mehr anzeigen

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Gelöschter User

Ein "am Leben gescheiterter" Protagonist erhofft sich den neuen, besseren(?) Tag im aufgewärmten Gestern ... und findet ihn nicht. Im Gegenteil. Das "gute Gestern" ist verschwunden und bedingt somit auch kein wie immer auch geartetes morgen mehr. Ich habe verstanden, dass das Ergebnis des "Apfelstrudelnachmittags" der Tod des Protagonisten ist.
Ein bedrückende Geschichte bildreich erzählt.

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katerlisator

... dass der Protagonist hier eine latente Homusexualität verbergen will. Liege ich richtig? Jedenfalls ist das Ganze sehr gut erzählt hat. Bravo!

LG

Matthias

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melpomene

Der Apfelstrudel hier als Symbol für das Gestern, die Kindheit. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den letzten Absatz richtig interpretiere. Ist dort von dem erbrochenen Apfelstrudel die Rede ... oder erinnert er sich nur? Das Leben, das ihn ankotzt, ihn, der es zu nichts Vernünftigem gebracht hat - die Alternative wäre das spießige Glück von Eltern und Schwester/Schwager, das aber wiederum kein Glück ist. Das einzige Glück war... mehr anzeigen

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