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Das Pferderennen und die unbesiegte Hoffnung

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Das Pferderennen und die unbesiegte Hoffnung

 

 Als der Mann am Vormittag näher zur Rennbahn, entlang des Buchmacherladens schritt, in der eine grünäugige Frau die Kasse vorbereitete, blickte er mit einer Art Abenteuertum und stiller, erwachter Vorfreude - nach seltsamen Monaten und einem laufenden, unabgeschlossenen Fall für die Justiz und Polizei, der ihn heruntergezogen hatte wie mit mehreren Händen und Beschwernis - zur Rasenfläche, auf dem bald die favorisierten Teilnehmer Kadera und For a King rennen sollten. Er hatte in dem Fall, der von Frau P. und Herrn S. in der Polizeidienststelle an der Grabenstraße geführt wurde, noch keine Gerechtigkeit erfahren, aber jetzt sollten seine Gedanken und sein Bewusstsein hierher gehören. Vor ihm die Rennbahn, daneben Bäume, karge Bänke, Buchmacherläden, eine Gruppe mit Frauen und Männern und am Wall verstreute Stadtleute, die schon an ihre Einsätze und das mögliche Geld dachten.

 

Der Familienvater ging bald an einem Buchmacherladen vorüber, an dem zwei Männer redeten, die wie Halbweltgrößen aus der Unterwelt schienen mit schwarzen Mänteln und Hüten und den Wall hinabgingen zur überdachten Tribüne der Arena, dann einige Frauen, die mit ihren Partnern und Begleitern schwätzten, etwas Bier in Bechern tranken und ein anderer Mann seine Wette für eines der Galopprennen einzahlte. Einer der Männer der Gruppe warf seine Baskenmütze hoch, rief etwas berauscht: „Kaderaa, Kaderaaa, Kadeeeeraaa, Kadeeerrra, Kaderrraaa, setzt auf das Siegpferd Kadeerraaa! Es fliegt wie Pegasusss! Es rennt nicht, es fliegt, es fliegt über diese Realität und Ordnung und unser begrenztes Dasein, es fliegt über den Rasen und die anderen Pferde und Jockeys wie Pegasusss! Der wird uns viel Geld einbringen, jaaaa, das verrrückteste Pferddd der Stadt Kaderrraaa!“

„Dein betrunkener Kopf fliegt dir weg, Junge“, sagte ein Anderer, der sich eine Zigarette ansteckte.

 

Der Mann ging weiter. An dem Bierwagen „Zum Trinkplatz“ goss eine attraktive Frau mit hellbraunen Haaren mehrere Gläser voll mit schäumendem Bier und stellte frisch gesäuberte Ouzogläser auf. Eins der Gläser goß sie voll.

"Worauf warten Sie?! Gießen Sie gleich wieder ein!", hörte er die Stimme eines Mannes kurz, der einen Mantel trug, noch ein Glas trank und dann mit der rechten Hand über das Gesicht wischte, das Gesicht konnte er nicht sehen, und zur Halle schwenkte.

 

Der Mann blickte zur Halle und zum Bierwagen und dann weiter umher - im Oktoberlicht zu den Tribünen, die noch kaum besucht waren und dann zur im fahlen Licht lauernden Rennfläche mit den wartenden Erstplatzierten und Niederschlägen, Zweifeln und Hoffnungen, den sauberen und üblen, schmutzigen Kämpfen und den Rennen um Geduld, Ansehen, Stolz, Unbeugsamkeit, Siege und unerwartete Wendungen im Wettkampfgeschehen.

 

Es begann bald erneut etwas zu regnen.(...) 


Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
Katharina Sperberg

Eine interessante Erzählung, doch das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Das Cover finde ich nicht passend, etwas mit Rösser würde mir besser gefallen. LG

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