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Hölle der verlorenen Seelen

Roter Holocaust Von:
Hölle der verlorenen Seelen
Hier herrscht die Obrigkeit mit einer grauenhaften Selbstherrlichkeit, ein Personenkult um den Machthaber Kim Il-sung, vergleichbar mit Stalin der früheren Sowjetunion. Sein Nachfolger ist sein jüngster Sohn Kim Jong-un, der ihm an Grausamkeit noch übertrifft. Die Staatsführung gliederte seinerzeit die Bevölkerung in ein dreiteiliges „Kastensystem“, übernommen aus der chinesischen Lehre von Mao Zedong. Die „Kasten“ teilt man in die „freundlich gesinnten Kräfte“, „neutralen Kräfte“ und die „feindlich gesinnten Kräfte“. Zur untersten Klasse zählen alle, mit Familienangehörigen, die gegen das System sind, Geistliche, Unternehmer aus vorsozialistischer Zeit, Nachkommen und ehemalige Angestellte der japanischen Kolonialbehörden, sowie kleine Gauner, Diebe, Christen und Andersgläubige.
Für solche Menschen gibt es lebenslange Internierungslager, wo sie unter grausamster Lebensqualität 12 – 16 Stunden am Tag in Bergwerken oder auf dem Feld schuften müssen. Tägliche Folterungen und öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Die Kinder, die in diesen Lagern geboren werden, bleiben auch da, und wissen nichts von der Welt, bzw. ahnen gar nicht, dass es sie gibt. Offiziell gibt es keine Priester und Mönche mehr in Nordkorea, sie wurden alle hingerichtet oder starben in Internierungslagern. Die ehemaligen Benediktinermönche aus der Abtei Tokwon erlitten dieses Martyrium, und verreckten elendig im Internierungslager 14. Christen können ihrem Glauben nur heimlich nachgehen, in ständiger Angst vor Entdeckung. Zur großen Show errichtete man in der Hauptstadt Pjöngjang vier Kirchen mit ausländischen Geldern, um ausländischen Besuchern vorzugaukeln, dass hier im Land eine verbriefte Religionsfreiheit bestände. Damit auch der Anschein erweckt wurde, dass man in diesen Kirchen den Glauben richtig praktizierte, lockte die Stadtführung von Pjöngjang acht Benediktinermönche ins Land, um allen anfallenden Gerüchten entgegenzustehen. Sie sollten für die christlichen Besucher ein geeigneter Ansprechpartner sein.
Nur, diese Mönche meldeten sich nicht nur freiwillig, sie wollten auch heimlich Nachforschungen über ihre vermissten Glaubensbrüder aufnehmen. Irgendwer verriet diese Mönche, seitdem sind sie spurlos verschwunden.

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Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
straubing

Man kann sich kaum vorstellen, dass es diese Art von Gewalt gibt. Wie Genoveva so schön schreibt, warum legen die Menschen nicht alle die Arbeit nieder? Weil sie in ständiger Angst leben. Wer bitte schön hat denn bei Hitler die Arbeit niedergelegt? Keiner. Die Menschen sind mit Angst und Folter leichter zu regieren. Wird es auf der Welt niemals ein bißchen Frieden geben? Ich glaube nicht. Leider.....
Dein Buch ist sehr gut... mehr anzeigen

Wichtiger Beitrag
kreszentia

Einfach furchtbar.
Gut, dass endlich Licht auf die Vorgänge fällt, von Dir, von anderen Berichterstatter, etc.

Wichtiger Beitrag
manuelaaa

Du schreibst sehr anspruchsvolle Bücher, wo man nachdenken muss. Danke dafür! LG Manuela Andersen

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genoveva

Mir ist es schon seit Jahren ein Rätsel, wie dieses Land, eigentlich völlig isoliert überhaupt existieren kann. Wie ist es möglich, dass sich das Volk - offensichtlich von ähnlichen Irren und Sadisten wie die Nazis - nicht aufbegehrt. Sie werden derart unmenschlich behandelt, keinerlei Aussicht auf ein würdiges Leben, dass ich mir vorstellen könnte, alle legten sämtliche Arbeit nieder und da sie auch noch halb verhungert und... mehr anzeigen

1 Kommentar
Caspar de Fries

Ja, Annelie, als ich bei meinen Recherchen auf diesen Sumpf an Menschenverachtung stieß, wollte ich mit dem Roman auf diese Ungerechtigkeit und Tragödien aufmerksam machen.
LG Rainer

Wichtiger Beitrag
Caspar de Fries

Ach, noch etwas wichtiges in eigener Sache. Mich würde es besonders freuen, wenn Ihr als Leser eine Buchrezension verfasst, um auch andere Interessierte für dieses Buch zu gewinnen. Ich danke vorab.
LG Rainer

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felix16

Das treibt einem den Angstschweiß aus allen Poren. Ich hatte nicht die Fantasie, mir vorzustellen, dass es so in Nordkorea zugeht. Das scheint ja noch schlimmer zu sein, als bei Adolf. Meine Hochachtung für diese außerordentliche Recherchier-Arbeit.
Ich wünsche Dir mit dem Buch den verdienten Erfolg.

1 Kommentar
Caspar de Fries

Danke Felix, dass Du Dir dieses Buch vorgenommen hast. Meine Ausführungen, bezogen auf die Handlung, sind noch sehr human vertreten. Tatsache ist, dass dort eine so schlimme Menschenverachtung herrscht, die man in Worten kaum beschreiben kann. Der jetzige Machthaber Kim Jong-un... mehr anzeigen

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straubing

Habe gerade die ersten Seiten gelesen. Du verstehst es wie immer, jeden Leser zu fesseln. Das ist ein hochbrisantes Thema und ich werde weiter lesen. Sehr gut geschrieben und jeder sollte das Buch lesen. LG Lissa

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lady.agle

Der Roman beschäftigt sich mit einem so wichtigen Thema, das leider immer noch unter
den Teppich gekehrt wird. Du verstehst es, die Spannung zu halten. Ich habe selten ein
Buch gelesen, dass so emotionsgeladen ist. Vor allem vor deinen Recherchen ziehe ich
wie immer den Hut! Helga

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Jörg

Gut recherchierte Fleißarbeit zu einem brisanten Thema, was viel mehr Beachtung nötig hätte, vor allem auch in Bezug auf das, was mir persönlich in Sachen Nordkorea oft vor Augen ist: Christenverfolgung! Ich hoffe du wirst dich auch in Zukunft (auf deine Weise) der Verfolgten, Bedrohten, Verachteten und Vergessenen annehmen und ihnen eine Stimme geben. Alles Gute.

1 Kommentar
Caspar de Fries

Hallo Jörg,
ja, dieChristenverfolgung ist ein sehr enrst zu nehmendes Thema, es kommt hier auch am Rande vor, dadurch dass man Mönche, Prister, Christen und Andersglüubige für immer in diesen Lagern einsperrt, und die Welt schaut zu.
LG Rainer

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