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Rage

Sie hob ihre Hand und richtete die Waffe auf mich. In ihren hilfesuchenden Augen konnte ich lesen, dass sie nicht abdrücken wird. Der Blick sagte viel und gleichzeitig gar nichts. Wut, Angst, Verzweiflung, alles war darin zu lesen.  Aber die Art, wie sie mich ansah drückte klar aus, „ich kann nicht abdrücken“. Sie wechselte die Zielrichtung auf den Kopf ihrer Mutter, meiner Ehefrau. Auch hier hielt sie den Blick Auge in Auge. Das Zittern der kleinen Mädchenhände, die blonden Locken, die schweißnass an der blassen Stirn und den Schläfen klebten. Bilder, die ich nie wieder vergessen werde. Mein kleines Mädchen, ein Kind auf der Schwelle zur Pubertät.

Ich flehte Gott an, sie solle den Lauf wieder auf mich richten. Ich könnte nicht damit leben, dass meine Frau das Opfer bringen soll. Blut aus der Platzwunde und blanker Angstschweiß vermischten sich mit den Tränen, die mir aus den Augen quollen. Es brannte heiß auf meinen Wangen und in meinen Augen.

Ganz plötzlich fiel die Angst und Hoffnungslosigkeit aus ihrem Blick. Er wechselte in Bestimmtheit und Selbstsicherheit. Sie gab sich der Ausweglosigkeit der Situation hin und traf eine Entscheidung.  


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