Philosophisches
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| Drei Arten des Denkens: philosophisch - wissenschaftlich - alltäglich. |  |
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Von: Gelöschter Account
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Wer denkt mythisch und was sind Eliten?
Ich bin ziemlich erstaunt, wie man sich hier in Verallgemeinerungen ergeht.
Nicht die Eliten züchten sich und wir (alle menschen?) züchten auch keine Eliten. Wer also sind wir? Du, endrin und Du, Helga? Da haltet mich bitte raus, denn ich züchte nichts und ich mystifiziere nichts. Also ist "wir" schon ungültig. Ist vielleicht irgendjemandem hier schon aufgefallen, welch hahnebücherner Unsinn versapft wird? Weder Mythisches noch Elitäres sind philosophisch. Mystisches lehnen Philosophen ab und über Elitäres müssen sie nicht nachdenken, weil Wissen eine Grundlage und kein polemisch Nebulöses ist. So denken nur "Denkende", die denken, das sie natürlich richtig denken. Dann denkt mal schön das wir züchten. Wie die Blattschneiderameisen etwas ... oder wie soll man sich das vorstellen?
Erstellt: am 06.10.2010 um 08:11:33
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Von: Gelöschter Account
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Wortwunderland
Auch wenn diese Wortschöpfung (Neologismus) mit Applaus bedacht wurde, so haben Worte eine klare Aussage. Dass man sich über Worte wundert, kann philosophisch sein, aber wengiger fachidotisch. Wundert man sich darüber, dass man Worte nicht so versteht, wie sie geschrieben stehen, muss man sich wiederum nicht wundern, dass es zwei Aussagen geben kann.
Es wird viel über Religiös gesprochen. Und mit Religion verbinde ich das Wort Glauben. Ich glaube an nichts, was ich nicht weiß oder nachvollziehen (Evaluieren - um weitere Wortwunder zu entzaubern) kann. Fremdworte oder Terminologie haben nun mal den Sinn, Vorgänge mit einem Wort zu benennen/zu beschreiben. Also muss man Religion nicht eine neue Definition geben. Natürlich meine ich immer die konfessionelle Religion und wer meine Kommentare gelesen hat - richtig gelesen hat - und nicht nur mich als Athes sieht, wird das dort herauslesen können. Ich verstehe somit auch nicht, dass Atheismus eine Religion sein soll. Ich bin also nicht religiöser als der Papst. Und meine Aussagen und Kommentare sind unreligiös. Wer nun meint, dass ich mich in Worthülsen verliere, der sollte Schopenhauer lesen, dann weiß er, wie konkret meine Aussagen sind. Und Schopenhausers Aussagen sind weder elitär, noch gezüchtet. Sind sind nicht aus einem Wortwunderland, sondern aus der Realität.
Wer sich diesen Worten entziehen möchte, kann es erne Wunderkand nennen, dann aber wäre es in einr Philosophie-Gruppe zwingend verpflichtend, sich entweder der Philosophen zu bemächtigen oder sich zu fragen, warum es für den Einen ein Wortwunderland ist und für viele andere nicht.
Erstellt: am 06.10.2010 um 10:27:39
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Von: helgas. High Society Mitglied
4323 Gruppenforen-Beiträge |
Nein, nicht den Begriff "züchten" dafür verwenden...bitte nicht
habe ich auch so nicht gesagt oder gemeint. Unsere Demokratie fördert Eliten, sagte ich und habe es begründet, auch die Aufgabe, die sich für mich dabei verbindet.
Mir ging es eigentlich mehr um die Abgehobenheit, die sich dabei entwickelt und ihre Kehrseite. Mehr nicht.
Man wird daran nichts ändern können. Leider! Wenn sich Facheliten unterhalten, hat der "Normalsterbliche" keine Chance. Ob er eine bekommen sollte, wäre eine sich anschließende Frage. Allerdings habe ich hier wenig Hoffnung...oder ist das gar nicht nötig, dann vergesst meinen Beitrag....dann höre ich auch nur noch andächtig und staunend zu...nein, das war jetzt ironisch.
Erstellt: am 06.10.2010 um 13:57:13
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Von: Gelöschter Account
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Was denn nun?
Ist es denn schlimm, Menschen unter uns zu wissen, die mehr wissen wollen, mehr wissen können?
Hätte der Beitrag "Elite züchten" nicht den abwertenden Beigeschmack, ich wäre nicht noch einmal in diese Gruppe gekommen. Wenn wir das Wort "züchten" so nicht verwenden sollen, verstehen dürfen, warum wol wird es benutzt? Weil die Menschen es wohl toll finden, ihren Neid gebenüber den Wissenden zum Ausdruck zu bringen. Wenn wir züchten nicht benutzen sollten/wollten und nicht so verstehen/interpretieren müssen, warum wurde das Wort denn gezielt/ungezielt eingesetzt?
Wenn sich fachlich Informierte unterhalten, kann man sich bilden. Wenn man das ablehnt, dann muss man eben akzeptieren, dass man dieses Fachwissen nicht hat. Ist das verwerflich?
Wenn all jene die gegen Fachidioten sind zu einem Zahnarzt müssen, dann ist der, der nur mit der Zange jonglieren kann, genau derjenige, der zwar nicht zur Elite gehört, aber dann ist er auch genau der, zu dem jene gerade nicht gehen werden. Wir wollen Elite, wir brauchen Fachidioten, aber wir schimpfen darauf.
Ein bisschen mehr Logik bitte, dann klappt ews auch wieder mit der Elite.
Erstellt: am 06.10.2010 um 15:43:22
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Von: helgas. High Society Mitglied
4323 Gruppenforen-Beiträge |
Ach, Kario...
die Schärfe wäre jetzt wirklich nicht nötig gewesen...
Und Neid auf Leute, die mehr wissen, kann ich auch nicht entwickeln. Ich habe jetzt den Eindruck, dass Du nicht verstehen möchtest, was ich meine.
Mal abgesehen davon, dass ich hier auf dieser Plattform eher dazu neige, keinen zur absoluten Elite zu zählen. Sicher gibt es Niveauunterschiede, jeder dürfte sie registrieren. Man kann damit umgehen, denke ich. Wenn nicht, ja dann tuts mir leid.
Ich habe nichts dagegen, wenn man sich hier fachlich unterhält. Ich recherchiere manches, was ich nicht verstehe und habe bislang einiges gelernt. Also die Schelte muss ich mir jetzt nicht anziehen.
Was mir nicht gefällt ist die Schärfe in der Diskussion, die sich für mich fast wie ein Kräftemessen anfühlt. Und ...zurechtgewiesen möchte ich wirklich nicht werden...auch von einem Menschen nicht, der vermeint mehr zu wissen als alle anderen. Tut mir leid, das musste ich jetzt mal so sagen.
Erstellt: am 06.10.2010 um 16:18:43
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Von: Gelöschter Account
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Wissen
Ist es denn schlimm, Menschen unter uns zu wissen, die mehr wissen wollen, mehr wissen können? Nein, wäre es nicht - ich glaube nur, dass es so absolut nicht ist. Menschen haben unterschiedliche Arten Wissen auf unterschiedlichen Ebenen - und ich meine, dass ist gut so. Mit Respekt und Interesse könnte das zu Befruchtungen führen. Dafür müssten wir dem anderen mit dem anderen Wissen zuhören und unser Wissen mit seinem abgleichen. Das könnte dann zu Veränderungen des eigenen Wissens führen. 
Auch wenn diese Wortschöpfung (Neologismus) mit Applaus bedacht wurde, so haben Worte eine klare Aussage Wortschöpfungen sind nicht verboten, oder? Ich meine sie können Spaß machen und den Horizont erweitern. Frag mal Lemmy ... 
...
lieben Gruß wollfrau
Erstellt: am 06.10.2010 um 16:40:52
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Von: Gelöschter Account
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Steine des Anstoßes
Wenn man als Autor mit Worten arbeitet, verbietet es sich m.E. Worte zu missbrauchen. Neologismen sind in ihrer gekonnten Form eine Verknüpfung von sachbezogener Substantivierung und/oder Verlausbezogener Adjektivierung. Das kann man schlicht mit jedem Wort machen. Im Falle von Lemmys Neologismen ist es der satirische Hintergrund, der seinen Wortschöpfungen Tür und Tor öffnet. Der echte Neologismus aber ist im Grunde genommen etwas anderes. Er wird zur Sprachnorm (muss es aber nicht zwingend). Wie z. B. "Download". Diese Wort ist deklinierbar und wird als Verb genutzt, "downloaden", und man kann es grammatikalisch in allen Zeiten anwenden.
Ja, Neologismen sind toll, wenn ich es nur die satirischen beschränke.
Liebe Helga,
die Schärfe meiner Worte sollen klar machen, dass wir gerne auch Mystisches und Polemisches besprechen können, sie aber mit den Mitteln die uns zur Verfügung stehen, dem Wort(!) nicht mystisch oder polemisch betrachten sollten, gar dürfen.
Was sind denn Professoren? Nur Lehrer oder gehören sie schon zur Elite? Schließlich bilden sie die Elite aus. Wenn wir meinen, es würde von der Regierung die Förderung solcher elitären Strukturen gefördert, was ist denn daran schlecht? Warum wird das überhaupt in einer Philosophiegruppe thematisiert? Ist Philosophie nicht elitär? Haben wir soviel Respekt davor, dass wir sie nicht mehr ansprechen wollen oder können? Ich schließe mich da aus und behaupte von mir, dass kein Professor elitär genug ist, dass ich ihn nicht zu dem befragen könnte, worüber er referierte.
Desgleichen habe ich ein großes Problem mit dem Begriff "Fachidiot". Ich bin so ein Fachidiot, weil meine Patienten sich einen Fachmann fordern, der so idiotisch ist, sich all das Wissen anzueigenen, damit ihnen geholfen wird. Oder gingest Du zu einem Hilfsbohrer, wenn das an der Türe der Praxis stünde?
Diese Aspekt des Kräftemessens hat engrin schon eingebracht und das m.E. zu unrecht. Niemand will hier Kräfte zur Messung beretstellen, welch unsinniger Gedanke für Philosophen. Wenn überhaupt ist es die Basis, auf der wir diskutieren wollen. Nehmen wir uns die Zeit der Recherche müssen wir uns nicht Gedanken darüber machen, ob unsere Beiträge ein Wettstreit sind.
Doch in Fällen der polemischen Wortwahl meine ich intervenieren zu müssen, damit man sich der Worte bewusst wird, die man recht leichtferigt in den Mund nimmt. Dazu passt ein Satz aus dem ZEN: Ein Wort ist wie ein Pfeil, wenn man ihn erst einmal abgeschossen, bringt ihn keine Macht der Welt zurück.
Erstellt: am 06.10.2010 um 17:46:50
Letzte Änderung: am 06.10.2010 um 17:51:39
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Von: philhumor BookRix-VIP
2614 Gruppenforen-Beiträge |
Bildhafte Sprache
kariokariologiker: Wer nun meint, dass ich mich in Worthülsen verliere, der sollte Schopenhauer lesen, dann weiß er, wie konkret meine Aussagen sind. Und Schopenhauers Aussagen sind weder elitär, noch gezüchtet. Sind nicht aus einem Wortwunderland, sondern aus der Realität.
Hello Kario, ich hatte beim Schreiben meines Kommentars nicht an Dich gedacht.
Mit der Gefahr sich im Worte-Wunderland zu verlieren, meinte ich, dass das Menschen-Gehirn dem Nur-Abstrakten kaum zu folgen vermag. Es weigert sich wie ein Pferd, das man in einen Auto-Anhänger hineinziehen will - weigert sich, bäumt sich auf dagegen in einen Bereich geführt, eingezwängt zu werden, wo es nicht mehr seiner eigentlichen Bestimmung gemäß frei umhertollen kann - gewissermaßen auf der Weide des Denkens. Dort auf der grünen Weide des Denkens, dort sind Bilder, Symbole, dort wachsen Analogien. Davon nährt sich das Denken.
Es geht mir um die Verbindung der berechtigten, notwendigen, nützlichen Fachworte und ihrer Verkettung mit dem Bild. Linkes und rechtes Gehirn gleichzeitig ansprechen. Beiden Gehirn-Hemisphären Nahrung zuführen. Dann können sie einander verstehen, verstärken, kommunizieren. Warum immer die eine Gehirn-Hälfte ausblenden beim Kommunizieren?
Das gilt auch für das Selbstgespräch: ein Philosoph startet seine Überlegungen in einem Selbstgespräch, wagt sich dann hervor mit seinen ersten Denkergebnissen und präsentiert sie möglichen Gesprächspartnern. So auch hier in diesem philosophischen Forum.
Das Feedback ist wichtig, die Ergänzung, Korrektur durch andere Denker. So wie der Wissenschaftler seine Hypothesen aufstellt und sie dann der Wirklichkeit entgegenhält und überprüft inwieweit seine Hypothesen tauglich sind. Korrigieren, anpassen, neu formulieren - das kann die Philosophie von den übrigen Wissenschaften übernehmen, diesen Prozess.
Brigitta: Menschen haben unterschiedliche Arten Wissen auf unterschiedlichen Ebenen - und ich meine, dass ist gut so. Mit Respekt und Interesse könnte das zu Befruchtungen führen. Dafür müssten wir dem anderen mit dem anderen Wissen zuhören und unser Wissen mit seinem abgleichen. Das könnte dann zu Veränderungen des eigenen Wissens führen.
Genau das meinte ich. Profitieren davon, dass der eine Fachwissen hat auf einem bestimmten Gebiet - doch wie kann man dieses bestmöglich nutzen?
Wenn die Fach-Eliten bewusst sich distanzieren wollen, die Nähe gar nicht suchen zu den Nicht-Fachgenossen, dann plaudern alle munter parallel aneinander vorbei - eine Elite versteht die andere nicht, und die babylonische Sprachenvielfalt ist erneut ausgebrochen zu schönster Blüte. Wenn wir diesen Turm je bauen wollen - das, was die Babylonier versucht haben, wirklich zu erreichen - dann müssen wir dieselbe Sprache sprechen - daran führt kein Weg vorbei. Und was wäre diese Sprache? Die Bilder-Sprache, das Umformen, Transfomieren der Worte, Sätze ins Bildhafte.
Darum auch werden Autoren wie Shakespeare oder Goethe weltweit verstanden. Ihre Sprache lebt von kräftigen Bildern. Aus diesen Bilder wachsen deutlich erkennbare Persönlichkeiten hervor, die - obwohl fiktiv - unser jetziges Leben maßgeblich mit beeinflussen. Hamlet, Faust, König Lear, Macbeth - sie alle wären blass und unscheinbar ohne die Kraft der Bildersprache, die sie verwenden. Selbst Jesus hätte es schwerer gehabt ohne seine bildhafte Sprache.
LG Phil Humor
Erstellt: am 06.10.2010 um 17:51:54
Dank Philosophie und Humor kommt mir das Leben lebenswert vor.
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