BookRix Forum
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 hannahhanszen
Insgesamt: 1.443 Forum Beiträge
Geschrieben am:
10. Mär 2010 um 05:44:35
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Kariologiker
Guten Morgen. Vorab - ich habe lange überlegt, ob ich mich dazu äußere, kann mir doch ganz schnell "Parteinahme" vorgeworfen werden. Davon abgesehen, findet es P. vielleicht gar nicht gut, wenn ich mich äußere, lässt er doch gern die bereits gesagten Worte für sich sprechen. Dennoch werde ich mich nun dazu äußern, denn das was du da schreibst, werter Kariologiker, finde ich persönlich ziemlichen Quatsch. Man könnte das nun weiter führen, und fragen, ob man sich also bereits bei Tisch mit Messer und Gabel bekriegen soll? Schließlich ist es der kämpferischste Kapitalismus aller Zeiten, da gönnt man nicht mal seinen nächsten Tischnachbarn das größere Schnitzel auf dem Teller. Und hier bin ich auch schon beim Punkt.
In meinen Ohren klingt dein Ausgangsposting wie Neid. Schlichter, unschöner Neid. "Du sollst keinen Größeren neben mir haben." So ähnlich, weißt du? Das ist nicht böse gemeint, sondern eben der Eindruck, den deine Aussage macht. Weil es von dir kein Interview gibt, musst du gleich mal alles mies machen. Da wird P. gleich zum Held aller "Studienabrecher", ein wenig übertrieben, meinst du nicht auch? Er hat für sich seinen Weg gefunden, das beinhaltet doch nicht, dass es nun alle anderen auch so machen? Damit sprichst du gleichzeitig all den anderen ihren freien Willen ab. Schließlich folgen sie ihrem großen Vorbild, wie die Schäflein Jesus Christus. Das ist total überzogen, lieber Kariologiker.
Manchmal, lieber Kariologiker, kommst du mir vor wie ein böser, alter Mann. Auch das ist nicht böse von mir gemeint, es tut mir ja sogar leid, dass ich immer mehr diesen Eindruck von dir gewinne. Alles machst du schlecht, kritisierst ohne Ende, sei es eine einfache Fotografie (ja, die Hände), auf die ich keinerlei fotografisch perfekten Anspruch erhoben habe, oder andere Dinge. Du machst ein Staatsereignis daraus. Vielleicht liegt es am langen Winter. Ich hoffe es sehr, würde es mich doch ehrlich schmerzen, wenn du wirklich zu diesem alten, bösen Mann wirst, den man bereits manchmal sehen kann. Also hoffen wir auf baldigen Frühling. Auf den in der Natur und in deinem Leben. :-) Herzliche Grüße Heike.
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Und so verbringt man ein weiteres Leben im ewigen Eis, erzählt Legenden und wirft den Lauschenden ab und an eine Fackel zu. h.h. |
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 philipphro
Insgesamt: 1.541 Forum Beiträge
Geschrieben am:
10. Mär 2010 um 10:09:54
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Hallo Kario, ich weiß nicht,...
Hallo Kario,
ich weiß nicht, worum es dir geht. Ich habe auf Fragen in einem BX-Interview geantwortet. Ich sehe mich nicht als Vorbild und habe mich erst recht nicht so bezeichnet. Ich habe lediglich Tatsachen beschrieben. Wenn ich mich nach der Schule entschieden hätte, Klempner zu werden, hättest du das auch als missratene Empfehlung an junge Menschen empfunden, nach der Schule Klempner zu werden? Ich habe das Gefühl, du überschätzt meinen Einfluss.
Und noch einmal: Ich arbeite als Autor, Lektor, Auftragsschreiber, Texter und DJ. Außerdem in einer Online-Redaktion. Damit bin ich Freiberufler und Gewerbetreibender (als DJ). Das ist sicherlich mit einem gewissen Risiko verbunden, hat aber rein gar nichts damit zu tun, ob und wie erfolgreich ich Romane schreibe. Vor allem bedeutet das viel Arbeit. Und damit lockt man sicherlich nicht allzu viele hinterm Ofen vor.
Vielen Dank jedenfalls für die Erfolgswünsche, ich wübnsche dir auch alles Gute,
Philipp
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Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann. (Mark Twain) |
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 philipphro
Insgesamt: 1.541 Forum Beiträge
Geschrieben am:
10. Mär 2010 um 11:30:49
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Aber Kario, weder Autor oder Texter noch Lektor...
Aber Kario, weder Autor oder Texter noch Lektor ist ein Ausbildungsberuf. Für mich (mit der Betonung auf ("mich")) sind es dennoch meine Traumberufe.
Und sie haben erst einmal nichts mit Kunst zu tun. Ich texte und lektoriere ja nicht ausschließlich Romane u.ä., sondern z.B. Werbe- und Sachtexte.
Unabhängig davon muss ich mir natürlich meine Gedanken um die wirtschaftliche Zukunft in Deutschland machen. Aber das ginge mir in den meisten anderen Berufen nicht anders.
Ob es BookRix ansteht, als Literaturplattform jemanden zu interviewen, der diese Nicht-Ausbildungsberufe ausübt, der Romane geschrieben hat und sich zu einem Teil seiner Zeit mit Literatur beschäftigt, kann und will ich nicht beurteilen. Und ob die User von BookRix vor "schlechten Einflüssen" hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft geschützt werden müssen und ob dies im Verantwortungsbereich der Plattform liegt, glücklicherweise auch nicht.
Ich hoffe jedenfalls, dass die Mehrzahl der mündigen User dieses Portals in dem Interview keine autoritäre Richtschnur für ihre zukünftige Lebensplanung sieht, in mir kein Vorbild, sondern allenfalls ein paar interessante Einblicke in das Leben und Wirken eines ihrer Mituser.
Und ob das dann interessant ist oder nicht, möge bitte jeder selbst beurteilen.
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Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann. (Mark Twain) |
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 jacob.nomus
Insgesamt: 1.803 Forum Beiträge
Geschrieben am:
10. Mär 2010 um 11:55:50
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@ Kario - Ausbildung, Abschluss und Kapitalsmus
Der von dir gewählte Titel "Fehlende Ausbildung" ist unpräzise gewählt.
Sein Handwerk zu verstehen ist eine Lebensgrundlage in einer leistungsbezogenen Wirtschaftsordnung, wie sie der Kapitalismus darstellt. Man erlernt es in der Theorie und in der Praxis und dokumentiert es in seinem "Lebenslauf". Der "Abschluss" zertifiziert das während der "Ausbildung" theoretisch erlangte Wissen.
Stellt in der heutigen Gesellschaft ein Lebenslauf mit fehlendem Studienabschluss tatsächlich einen Existenz bedrohenden Nachteil dar? Sichert der Studienabschluss in wirtschaftlichen Krisenzeiten die Existenz?
Meine Meinung: Nein.
Ein Studientitel ist kein Garant für Beschäftigung. Neben dem eventuell vorteilhaften, formalen Kriterium des Abschlusses, gehören auch der Lebenslauf als Beweis von Fähigkeiten und erbrachten Leistungen sowie Motivation des Arbeitnehmers in den Fragenkatalog des Personalleiters.
Ich denke, in einer schnelllebigen, marktorientierten Gesellschaft wie der unseren ist es effizienter, mit dem richtigen Produkt, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, als mit einem Titel auf dem Namensschild vor der Abteilungs-Kaffeemaschine stehend auf die Rente zu warten.
Sylvester "I'm the war" Stallone lebt vorzüglich, weil er in einem kapitalistischen System die Zeichen der Zeit zu deuten wusste. Wikipedia: "Stallone verließ die Universität allerdings vor seinem Abschluss, um seine Karriere als Schauspieler in Angriff zu nehmen."
Das Entscheidungsrisiko hängt vom Wirtschaftssystem, vom speziellen Markt, von der Konjunktur, von den eigenen Fähigkeiten und einer Vielzahl weiterer Faktoren ab, von denen der Studienabschluss nur einer ist. Es gilt: Jeder muss für sich entscheiden, was er macht.
Jacob
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 capt.gb
Insgesamt: 3.141 Forum Beiträge
Geschrieben am:
11. Mär 2010 um 00:38:49
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Vorbilder
@ Jacob: Es ist doch immer nur die Sichtweise entscheidend: Joschka Fischer, da meinen die Leute anerkennend: "Boah, der hat es ohne je einen Beruf erlernt zu haben und ohne jeden Studienabschluss bis zum Bundesaußenminister und Vizekanzler geschafft!"
Bei Adolf Hitler sagen dieselben Leute herabwürdigend: "Ein Gefreiter und Kunstmaler ..."
Du hast natürlich Recht, dass ein geisteswissenschaftlicher Studienabschluss keine Garantie für eine Anstellung ist. Das war sie noch nie. Aber ohne irgendeinen Abschluss ist die Arbeitslosigkeit ziemlich gesichert.
Weißt du, wie viele Schauspieler es auf der Welt gibt, und zwar mit und ohne Abschlüsse, und weißt du, wie wenige von ihnen überhaupt von ihrer Arbeit leben können? Ich denke, du weißt es, um so unbegreiflicher finde ich dein Beispiel. Die Ausnahme bestätigt die Regel. Und die ist leider so, je weniger formale Abschlüsse du vorzuweisen hast desto geringerer sind deine Berufsaussichten.
In dieser Hinsicht verstehe ich Kariologiker und kann ihm da absolut zustimmen. Es darf dann auch ruhig die Frage gestellt werden, wer weshalb für die Gesellschaft als Vorbild gilt.
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Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung. (Joseph Beuys) |
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