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Der Tod des Motobikers

Dem Herrgott ins Handwerk gepfuscht? Von:
User: critikus
Der Tod des Motobikers
Ein junger Motorradfahrer verunglückt schwer, ärztliche Kunst rettet sein Leben. Doch ein paar Jahre danach stellt sich die Frage, ob die damalige Lebensrettung tatsächlich göttlicher Wille war.

jacob.nomus:
Der Text ist fein geschrieben. Am Ende reduziert er sich darauf, auf den kleinen Flügelschlag eines Schmetterlings hinzuweisen. Wo Gott schon mal von der Partie war, wäre ein gedanklicher Ausflug spassig gewesen, ob der Arzt ein "kleiner Helfer Gottes" ist, dessen Eingreifen vom "Schicksal" vorgesehen ist, also den "freien Willen" einer Handlung aberkennt. - Ein anderer Gedanke hätte sein können, ob sich der Arzt während der (misslungenen) Operation unterbewusst davon beeinflussen lässt, ob er in seinem Patienten eine sonstwie geartete Schuld erkennt. - Die Geschichte lässt solche weitergehenden Gedanken außen vor. Sie bleibt so sacht und fein wie ein Kleinod. Vielleicht ist es so aber auch besser :)

concortin:
Diese Kurzgeschichte wirft eine Reihe von Fragen auf. So ist das eben bei gutgeschriebenen Texten, die wollen nicht bloß unterhalten. Die Frage, was wäre wenn, kann man in einer Geschichte stellen, und der Autor kann die Handlung beliebig ändern. Aber leider nicht im Leben. Da ist diese Frage fiktional.

Beiträge und Kommentare
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Gelöschter User

Vielleicht könnte man ja auch sagen: der Herrgott hat dem Arzt ins Handwerk gepfuscht!

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gittarina

Nein, weiß man nicht und ich denke zum Zeitpunkt des damaligen Unfalls hätte auch Gott dem Kerlchen noch eine Chance gegen. Er hat sie bekommen und verwirkt. Eine weitere Glanzleistung des Arztes hätte ihn allenfalls für viele Jahre hinter Gitter gebracht - ich denke, das war so für ihn die bessere Lösung.
Sehr gute Story, ich ich sehr gern gelesen habe - Gitta

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critikus

Liebe Helga,

du hast im Prinzip recht. Aber »dem lieben Gott nicht ins Handwerk pfuschen« ist doch mehr eine Redensart, keineswegs eine religiöse oder philosophische Betrachtungsweise.
Übrigens: Dieser Satz war die Vorgabe für einen Kurzgeschichten-Wettbewerb in einem anderen Autoren-Forum. Ich versuchte, das Beste daraus zu machen.

Alles klar? Trotzdem ganz herzlichen Dank für deine kritische Stellungnahme. Kritik finde ich... mehr anzeigen

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helgas.

flüssig in einem tollen Stil. Die Handlung könnte so erfolgt sein.

Die Rückschlüsse, die hier der Arzt zieht, dass man dem "lieben" Gott besser nicht ins Handwerk pfuschen sollte, halte ich für nicht tragbar.
Ich denke, ein Arzt muss seinen Job machen und nichts anderes. Religiöse oder philosophische Erwägungen dabei sind nur störend, auch gefährlich.

Der junge Mann hat für sein Handeln die Verantwortung und Folgen zu tragen.

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gluehwuermchen

Eine Kurzgeschichte, die einen zum Nachdenken anregt. Die Handlung der Geschichte ist in einem tollen Schreibstil verfasst.

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alias.i

mir zu unberechenbar und auch zu sinnlos, deswegen ziehe ich es vor, an den zufall zu glauben... ;)
lieben gruß

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harrein

Kontrolle am Morgen, in der Annahme Deine Bücher besternt zu haben.
Weit gefehlt.
Gelesen habe ich allerdings alle Deine Werke.
Es hat mir aber auch heute Morgen wieder sehr gefallen, in Ruhe zu lesen.
Du bist wie ich der Meinung, wenn ich zwischen den Zeilen richtig gelesen habe, dass der liebe Gott ohnehin der Entscheider ist.
Warum er beim ersten Mal so entschieden hat, ist das Mysterium, mit dem sich Gläubige Menschen stets... mehr anzeigen

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genoveva

Deine klar gegliederte Geschichte läßt viele Gedanken aufblitzen:
Leben und Tod in der Hand der heutigen Medizin - da werden Möglichkeiten eröffnet, wie man die Geburt von Mehrlingen, die vor Jahren keinerlei Überlebenschancen gehabt hätten, dank der Gerätemedizin und Kenntnisse der Ärzte, dem lieben Gott "ins Handwerk fuscht".
Andererseits es die Ärzte in große innere Konflikte bringt, mit dem Todeswunsch eines Schwerstkranken... mehr anzeigen

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Jacob Nomus

Der Text ist fein geschrieben. Am Ende reduziert er sich darauf, auf den kleinen Flügelschlag eines Schmetterlings hinzuweisen. Wo Gott schon mal von der Partie war, wäre ein gedanklicher Ausflug spassig gewesen, ob der Arzt ein "kleiner Helfer Gottes" ist, dessen Eingreifen vom "Schicksal" vorgesehen ist, also den "freien Willen" einer Handlung aberkennt. - Ein anderer Gedanke hätte sein können, ob sich der Arzt während der... mehr anzeigen

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