"Heute, Mitte März 2010, können im gesamten deutschsprachigen Raum genau 4 (vier) DichterInnen von ihrer Lyrik leben (Namen auf Anfrage). Diesen Vieren also gelingt es, die verbliebene poetische Nachfrage komplett abzudecken. Was darüber hinaus von Nebenerwerbs- und Hobbylyrikern produziert wird, geschieht jenseits irgendeines Bedarfs. " Ulf Stolterfoht "Zum Stellenwert der Poesie heute"
ZUR PERSON: Jg. 1966, 176 cm/81,5 +-1,5 kg, Schuhgröße 44, lebt und arbeitet familienbedingt in Berlin. Alltagsfantastik in Lyrik und Kurzprosa. Preise, Stipendien, Verdienstorden u.ä. mehr kann nachlesen, wer lesen kann und will auf o. g. Website.
ist schon etwas her (hab länger urlaub vom netz gemacht), trotzdem möchte ich dir für deinen kommentar von neulich danken! wenn's wenigstens ein kleiner lichtblick ist ;-)) na ja, lyrik ist nicht so mein ding, ich denke auch, es ist eher prosa-lyrik, oder so... prosa werd ich hier in kürze auch mal einstellen. - schönes wochenende und liebe grüsse, mone
Auch wenn man manchmal über bestimmte Sprachentwicklungen vielleicht unglücklich sein kann, halte ich nichts von der These eines allgemeinen Sprachverfalls. Texte werden auch nicht durch ein abgehobene Sprache lyrisch, sondern durch Sprachverdichtung. Ein Wort wie Polyvinylchlorid oder Acetylsalicylsäure kann in einem Gedicht poetisch Wirkung entfalten, wie vormals dunkel-romantische Kulissen.
P. S.: Für solche grundsätzlichen Diskussionen ist das Forum evtl. der bessere Orte. Dann können sich nämlich auch noch andere daran beteiligen.
Zu Deiner Anmerkung zu den Gedichten "Schauderhaftes": "Und wenn nicht Nacht ist, gibt es Nebelschwaden. Ich habe hofft, dass die Gothiklyrik-Fraktion mit Ramstein endlich mal im Sprachgebrauch und in den Stilmitteln über das 19. Jahrhundert hinauskommt, aber wahrscheinlich vergebens..." Das könnte daran liegen, daß die zeitgenössische Sprache einfach zu nichts taugt